Freitag, 7. November 2008

Britische Regierung will Zugriff auf Passagierdaten

Amerikaner haben es vorgemacht und lange mit der EU um die Herausgabe von PNR (Passenger Name Record) Daten gestritten. Und nun wollen auch die Engländer PNR-Daten auswerten und nicht nur die Daten aus dem eigenen Land.

Zu den PNR Daten gehören

1. Ein Code zur Identifizierung des PNR
2. Datum von Reservierung und Ausgabe des Flugtickets
3. Die vorgesehenen Reisedaten
4. Passagiernamen
5. Verfügbare Informationen über Vielflieger- und andere Bonusprogramme sowie weitere Rabatte
6. Andere Namen innerhalb des PNR, einschließlich der Anzahl der Reisenden, die der PNR betrifft
7. Alle verfügbaren Kontaktinformationen
8. Alle verfügbaren Rechnungs- und Zahlungsinformationen, mit Ausnahme anderer Transaktionsdetails, die eine Kreditkarte betreffen und nicht mit den Reisetransaktionen zu tun haben
9. Reiseablauf für den jeweiligen PNR
10. Reisebüro, bei dem die Reise für den jeweiligen PNR gebucht wurde
11. Informatione zu eventuellem Code-Sharing
12. Informationen über die Splittung/Teilung einer Buchung
13. Reisestatus des Passagiers, einschließlich von Buchungsbestätigungen und Informationen über den Check-in
14. Ticket-Informationen einschließlich Flugscheinnummer, Infos über One-Way-Tickets und zur automatischen Tarifabfrage
15. Alle Informationen über das aufgegebene Gepäck
16. Informationen zum Sitzplatz einschließlich Sitzplatznummer
17. Allgemeine Informationen, einschließlich aller Angaben zu Service-Anforderungen wie OSI (Special Service Requests) und SSI/SSR (Sensitive Security Information/Special Service Requests)
18. Alle über APIS (Advance Passenger Information System) gesammelte Informationen
19. Alle vergangenen Änderungen an den PNR-Datenfeldern 1 bis 18


Die britische Regierung möchte den Zugang zu PNR-Daten aller in Großbritannien ankommenden und abreisenden Passagiere. Begründung hierzu ist die nationale Sicherheit und der Kampf um schwerwiegende Verbrechen. Der Vorschlag kommt vom britischen Minister für Einwanderung. Die Datenerhebung soll auch auf alle Schiffs- und Eurostarpassagiere ausgeweitet werden.

Nur wenn es um die Bekämpfung von Terrorismus oder organisierten Verbrechen geht, dürfen nach derzeitigem EU Recht, europäische Staaten die PNR-Daten nutzen. Jedoch schließt das die Bekämpfung von generellen Straftaten aus. Großbritannien begründet den Schritt weiterhin mit den Problematiken durch Einwanderung, Schmuggel und Steuerhinterziehung.

Ferner sind die Briten auch daran interessiert, die Daten aller Passagiere, die zwischen europäischen Staaten fliegen einzusehen. Also Flugdaten von Passagieren die zwischen Österreich und Italien oder Deutschland fliegen...



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