Donnerstag, 6. November 2008

Ryanair - Gewinne schrumpfen dramatisch

Europas größter Billigflieger Ryanair hat im ablaufenden Jahresquartal einen kräftigen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Das Nettoergebnis ist um über 30% gesunken.

Durch steigende Kerosinpreise und durch die gescheiterten Übernahmepläne von AER Lingus musste Ryanair in den ersten beiden Quartalen ein Nettoergebnis um 77% geringer hinnehmen. Ryanair hatte sich verzockt, über Hedging kaufte sich die Firma zu einem Preis von 124 Dollar das Fass Kerosin ein und deckte daraus 80% des Bedarfs bis zum 3 Quartal, heute kostet jedoch ein Fass der gleichen Menge weniger als 70 Dollar.

Der Umsatz ist zwar um 16% gestiegen aber nun sieht es erstmal eng aus. Denn es geht nun darum vernünftig zu wirtschaften. Legt Ryanair die hohen Kerosinkosten auf die Passagiere um, wird der Druck der anderen Airlines gerade auch im Linienflugbereich auf Ryanair größer. Ryanair hofft jedoch mittlerweile eine gewisse Anzahl von Vielfliegern und Geschäftsleuten an Bord geholt zu haben und hat daher Pläne weiter zu expandieren. Ob dies eine Rechnung ist die aufgeht wird sich zeigen, zumal die Firmenleitung darauf gedrängt hat nicht mehr über Drittanbieter buchbar zu sein. Vor 3 Monaten hatte Ryanair damit gedroht Reisende die über online Portale gebucht hatten, am Flughafen stehen zu lassen.



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